Neonfische, auch Neonsalmler genannt sind den Meisten als beliebte Aquarienfische bekannt. Sie sind leicht zu halten und züchten und zudem auch hübsch anzusehen.

In der Natur sind sie im Amazonasbecken in Südamerika zu finden.

Lustigerweise gehören die 2-3 cm kleinen Süßwasserfische zur selben Ordnung wie Piranhas. Ihr wisst schon, die Fische, die messerscharfe Zähne besitzen und in Sekunden ihre Beute zerfleischen können.

Piranha

Doch keine Angst, darin ähneln sich die beiden Süßwasserfische nicht. Ihr gemeinsames Merkmal ist ihr Gruppenverhalten. Beide leben im Schwarm. Untersuchungen zufolge weisen allein lebende Piranhas genauso wie Neonfische Stress und regelrechte Panikattacken auf. Deshalb wird auch empfohlen Neonsalmler im Aquarium nicht alleine zu halten, sondern mindestens zu fünft.

Aber noch viel interessanter als ihre Verwandtschaft ist die Farbe der Neonfische.

Der Neonfisch hat seinen Namen von seinem blau leuchtenden Seitenstreifen, der ihm von der Nase bis zur Basis der Fettflosse reicht. Dieses Band fluoresziert. Das bedeutet, dass der Neonsalmler die Fähigkeit hat Licht einer bestimmten Wellenlänge aufzunehmen, es umzuwandeln und in es einer anderen Farbe wieder abzustrahlen.

Das ist schon ziemlich cool!

Fettflosse
Neonfisch im Schwarm

Wozu jetzt das Ganze? Wie ihr sicher wisst, hat einfach alles im Tierreich einen Sinn. Also wofür hat er diesen schönen Streifen? – damit er im Aquarium für uns schön aussieht?

Wohl eher nicht!

Wie oben beschrieben lebt der Neonsalmler in einem Schwarm. Der Farbstreifen dient innerhalb dieses Schwarms der Verständigung aber auch Orientierung. Und zu guter Letzt wird er auch noch bei der Tarnung vor Fressfeinden eingesetzt. Neonfische können nämlich die Intensität des Streifens verändern und je nach Gegebenheit anpassen.

Tagsüber leuchten sie strahlend blau, in Dunkelheit verändert sie die Farbe in eine dunkelviolett. Sind sie unter Stress kann der Streifen sogar gelbwerden.

Und wie funktioniert das? Wie verändern sie selbst diese Farbe? – durch das Jalousien Prinzip! 🙂 Klingt lustig gell?

Im Inneren ihrer Zellen haben Neonfische kleine Plättchen, die Licht reflektieren. Wird der Abstand zwischen den Plättchen und/oder die Position verändert (ähnlich wie die Lamellen einer Jalousie), verändert sich auch die Farbe des Streifens.

Wodurch jedoch diese Plättchen bewegt werden konnte noch nicht herausgefunden werden.

Also alles in allem sind Neonfische nicht einfach nur beliebte Zierfische sondern werden wohl in den meisten Fällen richtig unterschätzt. Oder wusstet ihr, dass sie mit Piranhas verwandt sind und tagtäglich eine Jalousie mit sich tragen?

Gewidmet: Fabian (11)

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2 Kommentare zu „Neonfische – Jalousie als optisches Phänomen

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