Von wegen!!

Euch sind diese kleinen Tierchen bestimmt schon einmal aufgefallen. Auf Instagram, Facebook oder im Fernsehen – sie scheinen kleine Stars zu sein.

Sehr oft waren sie gemeinsam mit Touristen auf Fotos zu sehen. Und warum? Weil sie so niedlich grinsen. Sie werden von vielen auch als das „glücklichste Tier der Welt“ bezeichnet.

Doch das wahre Gesicht dieser Tiere sieht ganz anderes aus …

Allllsssoooo zunächst: Quokkas sind keine Ratten, sondern Kurzschwanzkängurus (wissenschaftlicher Name: Setonix brachyurus), also Beuteltiere.

Lustig ist, dass man sie jedoch zunächst für große Ratten hielt und das Gebiet, das sie bewohnten (eine Insel in Australien) Rattennest-Insel (Rottnest Island) nannte. Diese heißt heute natürlich immer noch so.

Die lustige Verwechslung hat jedoch einen ernsten Hintergrund. Während Quokkas heute „everybody’s darling“ ist, waren die „Ratten“ im 17. Jahrhundert weniger beliebt.

Die Folgen der Einschleppung von Füchsen, Katzen und Wildschweinen durch den Menschen verringerte ihren Bestand drastisch.

VORTEILE VOM TOURISMUS:

Total cool find ich, dass die Quokkas sich Vorteile vom Tourismus auf Rottnest Island verschaffen:

Es ist nämlich so, dass diese Tierchen eigentlich nachtaktiv sind. Aber wenn sie nachtaktiv sind…warum sind sie dann so oft auf Fotos und Selfies am helllichten Tag mit Touristen zu sehen? Tja, sie haben sich wohl „gedacht“, dass es reizvoll ist auch am Tag aktiv zu sein, weil es so sehr einfach ist mit einem süßen Grinser Futter zu erbetteln (viel einfacher als in der Nacht auf die Suche zu gehen).

Diese kleinen Racker haben ihre Lebensweise an den Tourismus angepasst!! – sehr sehr cool.

Eine weitere, weniger schöne Tatsache, ist wie sie bzw. speziell Muttertiere auf Gefahr reagieren:

DAS ANDERE GESICHT DER QUOKKAS:

Nur jedes zweite Quokka – Baby überlebt. Leider liegt das unter anderem daran, dass Quokka Muttertiere bei Gefahr ihr Baby aus dem Beutel werfen, um den Feind abzulenken.

Denn natürlich macht das Junge dann Geräusche, die die Aufmerksamkeit des Feindes auf den Nachwuchs ziehen.

Dies ist der Überlebensinstinkt der Mütter und bei anderen Beuteltieren ebenfalls zu beobachten.

 

Wenn der Quokka Nachwuchs jedoch die kristische Phase im Beutel überlebt, kann er bis zu 15 Jahre alt werden und vermutlich mit seiner neugierigen Art, den dunklen Knopfaugen und der Stupsnase noch viele weitere Menschen begeistern.

 

Solltet ihr einmal das Glück haben, diese wunderschöne Insel bereisen zu dürfen, denkt daran, dass Quokkas gefährdet sind…

… und schießt ein Foto für mich. 🙂

Sie sind doch wirklich süße Tierchen!

Quokka2

Quelle der Bilder: Flickr

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4 Kommentare zu „Quokkas – niedliche Ratten, schlechte Mütter oder doch raffinierter als gedacht?

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